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08. Juli 2008

The Pirate Bay Keine Ermittlungen gegen Polizeichef

Die Betreiber von The Pirate Bay hatten den Polizeichef Jim Keyzer angezeigt, weil dieser offensichtlich noch während der laufenden Ermittlungen gegen den BitTorrent-Tracker in die Dienste von Warner Bros. getreten war. Ein Unternehmen, das wiederum als eine der treibenden Kräfte hinter dem Verfahren gegen The Pirate Bay bekannt ist.

Jim Keyzers Beschäftigung bei dem Hollywood-Riesen war nur zufällig aufgeflogen - über sein Profil bei Facebook. Wenig später war zusätzlich bekannt geworden, dass der Polizeichef seinen Job bei Warner Bros. angetreten hatte, noch bevor die Ermittlungen gegen The Pirate Bay abgeschlossen waren. Warner bezeichnete dies anfänglich als falsch, änderte diese Meinung allerdings später. "Zufällig" genau zu dem Zeitpunkt, als die Pirate Bay-Betreiber Keyzer wegen Bestechung anzeigten.

"Er [Keyzer] hat zugegeben, dass er ein Mitarbeiter dort [Warner Bros.] ist und wir können das auf keine andere Weise sehen als, dass es eine Belohnung für gut gemachte Arbeit vom neuen Arbeitgeber der Polizei, der Unterhaltungsindustrie, ist", äußerte sich TPB-Sprecher Peter Sunde zu dem Bestechungsvorwurf.

"Ich denke, es ist offensichtlich, dass er eine längere Zeit während der Ermittlungen für sie gearbeitet hat. Außerdem hat MPAA-Anwältin Monique Wasted den Zeitungen gesagt, dass Jim angestellt wurde, weil er eine gute Arbeit für sie erledigt hat."

Trotz allem wird es keine Ermittlungen gegen Jim Keyzer geben. Das wird aus einer Nachricht deutlich, die Peter Sunde heute erhielt:

Staatsanwalt Kay Engfeldt sehe "keinen Grund zu glauben, dass ein Verbrechen von irgendeinem Angestellten der Polizei verübt wurde", schreibt Sunde in seinem Blog.

Er betont, dass die Staatsanwaltschaft damit von vornherein darauf verzichtet hat, Ermittlungen in diesem Fall zu beginnen. TorrentFreak Ben Jones kommentiert sarkastisch, dass man in der Tat keine Beweise finden werde, wenn man gar nicht erst ermittele - weswegen üblicherweise auf Anschuldigungen Nachforschungen erfolgten, insbesondere, wenn es Beweise gebe, die diese unterstützten.

Das sehen auch die Betreiber von The Pirate Bay so, die deswegen angekündigt haben, am kommenden Montag Einspruch zu erheben, um Jim Keyzer doch noch vor Gericht zu sehen. Der arbeitet unterdessen wieder als Ermittler für die schwedische Polizei - sein Ausflug zu Warner Bros. hat nur sechs Monate gedauert.

via TorrentFreak, thx.

  • 8 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von DasFragezeichen ... 2) Sich das Geschrieben auch mal durchzulesen. ... (Ist aber schon besser geworden, wie es schonmal was) ... Zur News selbst: ... Wie war das nochmal mit dem Glashaus? (Entschuldigung für off topic, aber das konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen.)

  • Ähm, 0_o, öhm ... Also ich bin kein Newsposter, sondern Communitymitglied und deswegen darf ich Fehler machen und ähm, ja es war schon spät gestern und außerdem ist mein Glashaus aus Panzerglas

    DasFragezeichen am 09.07.2008 09:22
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