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26. Juli 2008
Rustock Botnetz Das Botnetz zieht weitere Spam-Geschütze aufDas Rustock-Botnet konnte bisher mehrere tausend Zombies für sich gewinnen. Nun strecken die Betreiber mit einer altbewährten Methode die Fühler nach neuen Opfern aus. Die vermeintlich interessanten Betreffzeilen in den versandten E-Mails sollen den ahnungslosen User dazu bewegen auf den Link zu klicken und mehr über das Thema herauszufinden. Was sich in Tat und Wahrheit auf den besagten Seiten befindet, liegt auf der Hand. Mit Vorliebe verbreitet Rustock so seinen Schadcode und gewinnt immer mehr Rechner für das Botnetz. Neben brandaktuellen Ereignissen über den amtierenden US-Präsidenten George W. Bush versenden die Rustock-Betreiber auch heiße Infos zu dem aktuellen Geschehen um Microsoft und die Al-Kaida. Doch die elektronische Post ist auch in diesem Fall nur ein Mittel zum Zweck und eigentlich ein Fall für den Spamfilter. Im Lauf der vergangenen Monate konnte sich das Projekt Rustock in der Rangliste um einige Plätze nach oben kämpfen. Nach wie vor hat allerdings das Srizbi-Net die Nase vorne. Im Juli dieses Jahres betrug der versandte globale Spamanteil "lediglich" zehn Prozent. Aktuell beobachten die Experten von Marshal Trace ein Aufkommen von über 20 Prozent. Im Allgemeinen verfolgt das Rustock-Netz nicht das Ziel, für ein Produkt die Werbetrommel zu rühren, sondern möchte vielmehr die Anzahl seiner Drohnen ausbauen. Wer in seinem Postfach Emails entdeckt, bei denen im Header "Bush Down to 8 Friends on Myspace, Yahoo sold to Microsoft - record price, Martian Soil Fantastic for Growing Weed Says NASA, Obama Is Anorexic Over-Exerciser" zu lesen ist, sollte besser die Finger davon lassen. Phil Hay von MT dazu: "Viele der Mail-Headlines kann man gar nicht ernst nehmen. Andere hingegen scheinen bei vielen auf Interesse zu stoßen. Die Spammer probieren in diesem Zusammenhang aktuell aus, welche der Mails gelesen werden und welche sofort im Papierkorb landen." (gS-)
(via scmagazineus.com, thx!) Verwandte News
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